Übersichtskarte

Donnerstag, 27.02.2014

Noosa National Park und Alexandria Bay

Hallo liebe Freunde des australischen Küstenlebens,

 

heute haben wir mal ein bisschen die Umgebung um unsere neue Wahlheimat für die nächsten drei Tage, Cooroora Camp, ausgekundschaftet und ich kann nur sagen es hat sich gelohnt!

Aber erstmal von vorne. Heute morgen waren wir erstmal laufen, was Coki so garnicht passte weshalb sie dann auch früher als ich wieder umkehrte. Nach dem Frühstück und einer ausgiebigen Dusche machten wir uns dann auf den Weg zum Noosa National Park, der nur etwa 30 Minuten von unserem Campingplatz entfernt liegt. Den mussten wir aber erstmal suchen, denn er ist zwar groß, aber von der Hauptstraße aus nicht sichtbar oder zumindest nicht als Park erkennbar und Google Maps einfach nur irgendeine Straße in der Nähe des Parks angegeben hatte in der sich natürlich kein Eingang befand. Nach 2 Minuten auf der Internetseite des Nationalparks und einem schnellen Download einer Karte des Ganzen war dann aber schnell ein Eingang ausgemacht und wir ließen uns von Google einfach zu dieser Straße navigieren. Zack waren wir auch schon da. Ab durch den nächsten Eingang, auf der Karte eine Ziel namens Alexandria Bay ausgewählt, dank der Hinweisschilder, die auch auf deutsch darauf hinwiesen, dass an allen Stränden im Nationalpark vom Schwimmen abgeraten wird, auf Schwimmsachen verzichtet und los geht's.

Zunächst einmal waren die Pflanzen in diesem Park einfach völlig neu für uns. Verschiedene Arten von Palmen, Farne, Nadelbäume und kleinere Blumen. Und das ganze durchlaufen von Sandwegen, die an griechische Strandwege erinnern. Dann plötzlich nach einer Abzweigung Richtung Bay wurde der Wald dichter, die Palmen verschwanden und der Pfad wurde etwas schmaler. Dann eine kleine Brücke über einen Bach, der so bewachsen war, dass man schon fast kein Wasser mehr ausmachen konnte, eine Anhöhe hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter und wir waren da. Alexandria Bay. Ein eingebürgerter Phillipino, den wir auf den letzten Metern trafen informierte uns noch darüber, dass das hier ein FKK Strand sei, man hier sehr freigiebig wäre und wir uns nicht wundern sollten, wenn wir das eine oder andere Paar dabei erwischen würden wie es im Gebüsch Spaß hat, wie er es ausdrückte. Dann sagte er noch kurz, dass es dort früher nur heterosexuelle Paare gab, mittlerweile aber auch homosexuelle, was ihm scheinbar sehr wichtig war, denn wie er noch hinzufügte war auch er vom anderen Ufer. Dann wünschte er uns noch viel Spaß und entfernte sich ans andere Ende des Strandes während wir uns mit der Umgebung vertraut machten. Und ja es gab ein paar Leute, die das nudistische Leben praktizierten, aber zum Glück fanden wir keine Paare vor, die sich in irgendwelchen Büschen vergnügten. Wir haben allerdings auch nicht danach gesucht ;)

Aber jetzt zum Strand. Der. Hammer. Ein etwa 400m langer Strand in Mitten einer Bucht. Etwa 10 Personen über ihn verteilt und klares Wasser, wie man es sonst nur aus dem Wasserhahn kennt. Okay vorausgesetzt die Stadtwerke arbeiten vernünftig :D Wassertemperatur etwa  28° und ein kleiner Pril mit etwa 32°Wassertemperatur. Da war es uns dann auch egal, dass wir keine Badesachen dabei hatten. Erstmal ins Meer, dass die ersten 10m nur etwa 30cm tief war also nicht wahnsinnig gefährlich und dann in den Pril. Einfach nur hinlegen und genießen. Herrlich. Ein absolutes Highlight auf unserer bisherigen Reise.

So nun aber genug neidisch gemacht für heute.

Zum Schluß bleibt noch zu sagen, dass wir zunächst über meinen Geburtstag mal wieder ein vernünftiges an der Gold Coast gebucht hatten, aber da ich mich jetzt so sehr in Brisbane verliebt habe haben wir das heute umgebucht und ein Cube Apartement in Brisbane von der gleichen Kette gebucht. Die Stornierung des ersten Apartements hat uns auf booking.com nur 10 Sekunden und nicht einen Cent gekostet. Um noch mehr Schleichwerbung für meine neue Lieblingsbuchungswebsite zu machen und für die, die den Drang nach mehr Neid verspüren guckt doch mal nach den Meriton Serviced Apartements Herschel Street Brisbane. LINK EINFÜGEN FUNKTIONIERT HIER INRGENDWIE NICHT -.-

 

Bis zum nächsten mal,

Euer Hendrik

Samstag, 15.02.2014

Von den Northern Beaches zu den Northern Rivers ins Northern Inland (Extra: Gold Coast, Brisbane und Sunshine Coast)

So Freunde der australischen Mittagssonne,

endlich! Nach Wochen des Warten nun doch mal wieder ein Eintrag in unserem Blog. Grenzt ja quasi an ein Weltwunder. Jaaa es ist viel passiert seit unserem letzten Eintrag. Wir haben Sydney (die Northern Beaches) verlassen, haben für zwei Wochen auf einer wunderschönen Farm in Alstonvale nahe der Stadt Alstonville (an den Northern Rivers), nur etwa 20 Autominuten von Byron Bay und nicht einmal 10 Autominuten von Ballina entfernt, gearbeitet. Wer jetzt wissen will wo und was das ist. Ein Tipp ist so eine neuartige Erfindung namens Google. Ja. Ja. Ich weiß. Das Internet ist für uns alle Neuland. Aber ich will ja mal nicht so sein und gebe denen, die es interessiert ein paar Informationen zu diesen Orten. Byron Bay ist so etwas wie die Hippie- und Hipster-Metropole. Tolle Surfstrände, kleine Cafés, Bars, Restaurants und natürlich Shoppingmöglichkeiten ;) Aber wir mussten ja sparen, denn wie ihr ja wisst sind wir durch den Autokauf knapp bei Kasse und auf der Farm arbeiten wir nur im Austausch gegen Unterkunft und Verpflegung.

Ballina ist quasi die Konkurrenz zu Byron Bay. Genauso schöne Strände, etwa so groß wie Byron Bay, aber weit weniger überlaufen und nicht so sehr dem Bar- und Hippieleben verfallen. Ein beliebter Urlaubsort für Familien mit Kindern.

Eigentlich war ja geplant nur eine Woche auf der Farm zu bleiben, aber die Shane und Loni, so heißen die Besitzer, boten uns an noch eine weitere Woche dort zu bleiben und nach den Rechten zu sehen. Das hieß über die gesamte Woche verteilt insgesamt 3 Stunden Putzarbeit in unserem eigenen Tempo zu erledigen und alle zwei Tage die Hühner zu füttern, sowie täglich die Katze. Entspannt also. Dafür mussten wir aber auch selbst für unser Essen sorgen. Dementsprechend wurde das Geld immer knapper.

Aber ein kleines bisschen Luxus muss trotzdem sein also gingen wir an unserem vorletzten abend ins Kino. Ganze $8 pro Person :D also ca €5,25 geradezu lachhaft wenn man an die Preise im Cineplex zuhause denkt ;)

Ansonsten genossen wir einfach die Sonnenuntergänge über der hügeligen Farmerlandschaft von Alstonvale. Denn von der Veranda im ersten Stock aus konnte man ca 1000 ha Land überblicken. Natürlich gehörte das nicht alles zur Farm ;)

Nachdem unsere zwei Wochen dort rum waren fuhren wir unter großem Abschiedstamtam mit frohen Erwartungen nach Tamworth. Ja wir sind schon beim Northern Inland angekommen. Outback. Ewig lange Landstraßen, die hier und da mal ein 20-50 Seelendorf und ab und zu mal eine Kleinstadt von 1500-4000 Einwohnern kreuzen. Wir dachten schon wir wären auf der falschen Route doch dann tauchen die ersten Schilder auf. Tamworth. Home of Country Music. Oder Toyota Country Music Festival Tamworth. Von Shane und Loni wussten wir, dass dort ein großes Festival stattfinden würde, aber wir wussten nicht wie groß. Jährlich lockt dieses Event ca 55000 überwiegend ältere Besucher nach Tamworth. Das ist in etwa so viel wie die Einwohnerzahl von Tamworth. 10 Tage lang wird dann die große Einkaufsstraße von Tamworth und ihre kleineren Nebenstraßen von etwa 800 Künstlern aus aller Welt in eine gigantische Bühne verwandelt. Es gibt ein paar Hauptacts, die auf der großen Toyotabühne auftreten, aber hauptsächlich geht es um die, die es erst noch aif diese Bühne schaffen wollen. Kleine meist relativ unbekannte Künstler verkaufen ihre CDs und spielen für ein bisschen Kleingeld in den Straßen vor den Geschäften und locken so auch Kunden an, die Stiefel, Hüte und andere Cowboy- oder Cowgirlutensilien kaufen.

Aber das war natürlich nicht der Grund warum wir dort hin wollten. Unser Grund war Arbeit. Endlich ein Job mit vielen langen Schichten und genauso guter Bezahlung wie im Bowlingclub.

Doch die ersten drei Tage.... nichts. Wir sollten eigentlich schon längst mit der Arbeit für advanced catering, den Caterer im großen Australian Equine and Livestock Centre, einem großen Rodeo und Pferdesportzentrum, angefangen haben, doch nein. Kommunikationsschwierigkeiten mit den Organisatoren des Centres wie wir später herausfanden. Dieses Thema sollte uns auch später Schichten kosten. Aber nach drei Tagen durften wir nun endlich anfangen zu arbeiten. Zum Glück. Denn bei unserer Ankunft in Tamworth hatten wir noch stolze $38 übrig und hatten nur Glück, dass wir auch ohne Buchung einen Platz bekamen, den wir im Nachhinein bezahlen konnten. Wir hatten zwar auch noch einmal Taschengeld von zuhause bekommen, aber mit den Campingplatzgebühren und den Ausgaben für Essen und Getränke war auch davon bald kaum noch etwas übrig. Zum Glück bekamen wir an unserem ersten Tag gleich $100 von unserem Chef geschenkt. Für unsere Ausgaben und als Entschädigung für die drei Tage Arbeitslosigkeit. Er telefonierte auch ein wenig herum und fand heraus, dass das Council einen provisorischen Campingplatz errichtet hatte. Der kostete uns nur $130 für 10 Tage, hatte allerdings auch nur Dixitoiletten. Außer morgens und abends. Da hatten die Duschen und Toiletten, die es auf diesem eigentlichen Softballplatz bzw Plätzen gab nämlich gegen eine Gebühr von $2 geöffnet. Okay die Toiletten waren umsonst. Also nicht auch noch für Scheiße bezahlen (Verzeihung) :D Naja die ersten Tage bei der Arbeit waren jedenfalls einigermaßen entspannt. Bis die Events losgingen, ich zum Runner erklärt wurde und Coki zur Burgerqueen. Runner hieß für mich alles was aufzubauen war aufzubauen alles was benötigt wurde ranzuschaffen und überall wo sie Hilfe brauchten zu helfen. Viel laufen, viel schleppen, lange Schichten von bis zu 14 Stunden aber hey. Es hat uns in einer Woche $2300 eingebracht. Danach sollten 3 Tage frei sein. Daraus wurde eine Woche dank der Organisatoren, doch dann eine weitere Woche Arbeit. Diesmal knapp $2000 Verdienst. Kaum zu glauben denkt ihr euch jetzt? Ja aber ihr müsst bedenken, dass das unser Einkommen von zwei Arbeitern ist für jeweils ca 55 Stunden in einer Woche. Und dann mussten wir ja noch den Campingplatz bezahlen. Wir waren nämlich mittlerweile umgezogen auf den City Lights Caravan Park, einen Campingplatz etwas außerhalb der Stadt aber nur ca 1 km vom Event Center entfernt. Die Besitzer waren super freundlich und hilfsbereit und gaben uns einen kleinen Discount auf unseren Platz, sodass wir nur $165 pro Woche bezahlen mussten, aber auch das geht ins Geld. Und da wir ja jetzt Geld hatten und uns mit ein paar Arbeitskollegen angefreundet hatten brannte uns das Geld natürlich in der Tasche und wir gaben ordentlich was aus um was zu unternehmen. Okay werden jetzt einige sagen Hendrik schmeißt zuhause sowieso immer mit seinem Geld um sich und gibt sein ganzes Gehalt immer schon zu Beginn des Monats aus, aber so ist das hier nun auch nicht. In der Relation war es zwar viel aber doch auch nicht so viel. Wir sind ja trotzdem sparsam ;) Nachdem wir dann nochmal eine Woche warten mussten bis wir das nächste mal arbeiten konnten und dann auch nur einen abend lang für je $145 arbeiteten entschieden wir Tamworth so bald wie möglich zu verlassen. Also verließen wir drei Tage später nach 6 Wochen auch diesen Ort. Unser nächster Halt war dann die Gold Coast. Doch nach 3 Tagen dort entschieden wir weiter zu fahren, da der Campingplatz dort so wie alle anderen in der Umgebung $41 kostete. Für einen einfachen Zeltplatz ohne Strom und Wasseranschluss am Platz einfach zu teuer. Also ab nach Brisbane. Wir fanden einen Campingplatz, der nur $25 pro Nacht kostete allerdings war der auch ziemlich herunter gekommen. Er war wie es aussah vor etwa 20 Jahren mal top modern und komfortabel aber die Tage sind definitiv vorbei. Ein netter Mann um die 60 namens Joseph (Joe), den wir auf dem Council Campingplatz in kennengelernt hatten und den wir in Brisbane, seiner Heimatstadt wieder trafen bezeichnete ihn als den ökonomischen Campingplatz :D Mit Joe verbrachten wir dann auch unseren ersten Abend in Brisbane. Wir aßen in einem kleinen Bistro in einer Mall und siedelten dann über zu ihm nach Hause. Nur 500 Meter von der Mall und weitere 500 m von unserem Campingplatz entfernt. Wir tranken Tee und unterhielten uns über Gott und die Welt.

Am nächsten Tag sahen wir uns den Botanischen Garten von Brisbane an und gingen abends an die Promenade direkt am Fluss. So etwas wie dort habe ich noch nie gesehen. Lange mit Blumen überdachte Wege, bunt beleuchtete Plätze in fahlem oder hellem Schein, eine Restaurantpromenade, ein Grillbereich und ein riesiger Pool mit einem künstlichen Strand von dem aus man das Gefühl hatte im Fluss zu schwimmen und die Skyline von Brisbane genießen konnte. Kurzum einfach traumhaft.

Doch auch dieses kleine Paradies verließen wir am darauf folgenden Tag. Richtung Sunshine Coast. Wir entschieden irgendwann den Pacific Highway zu verlassen und den kleinen Straßen und Caravanparks, die der Küste folgen eine Chance zu geben uns umzuhauen. Und das taten sie. Beide. Die Straßen mit ihrer Schönheit und den aufeinander folgenden Stränden und die Caravan Parks mit ihren Preises. Nein danke auf diesen Plätzen wollten wir nicht bleiben. Aber wir suchten uns ein nettes Plätzchen am  Strand, um dort Mittag zu essen. Aber wir hatten ja immernoch keine Unterkunft also suchten wir unseren Camps 6 Caravan Park Führer nach einem günstigen Platz ab und tatsächlich fanden wir einen. Ein kleiner Campingplatz nur etwa 10 Autominuten von einer kleinen Stadt namens Noosa entfernt, welche einen schönen Strand besitzt und direkt an einem See gelegen befindet sich etwas abseits der Straßen der Cooroora Parc. Für nur $10 pro Person und Nacht darf man hier einen kleinen Platz am Waldrand sein eigen nennen und Kühlschränke und Grills, sowie einen Gasherd mit Ofen nutzen. Hier werden wir wohl für etwa 5 Tage bleiben bevor wir in die Region um Fraser Island weiter ziehen. Wieder so eine Touristengegend. Bestimmt wieder teuer. Aber mal sehen. Ich werde mich bemühen jetzt wieder regelmäßiger zu schreiben dann muss ich auch nicht wieder so viel schreiben und euch mit einer Flut an Informationen überrollen ;)

 

Bis dahin schöne Grüße und bis bald,

euer Hendrik

Sonntag, 22.12.2013

Von unbezahlten Zweitjobs, Autokäufen und Stränden

How's it goin, mates?!

Ja auch ich melde mich mal wieder zu Wort :-) Aber ich hab eine gute Ausrede warum ich mich solange nicht gemeldet habe. Ich hab einfach nur gearbeitet :O O:-) Ja an dieser Stelle möchte ich bitte mitleidiges Aufstöhnen hören. Nein, Papa nicht was du wieder unter Aufstöhnen verstehst :-P Spaß beiseite. Wie vielleicht einige von euch schon gelesen haben hatte ich einen Sales Job. Das heißt ich bin von Tür zu Tür gerannt und habe car services für GoodYear verkauft. Ein Knochenjob, bei dem man gerne auch mal dem einen oder anderen untypischer Weise unfreundlichen Australier begegnet. Aber hey die Bezahlung, die mir und meinen Mitstreitern in Aussicht gestellt wurde war mehr als entschädigend für den Aufwand. Moooooment sagte ich gerade "in Aussicht gestellt"?! Jaa ganz genau. Denn bevor ich bezahlt würde sollte ich erst einmal beweisen, dass ich für den Job auch geeignet bin. Ziel: 15 Verkäufe in 2 Wochen. Dafür sollte ich dann 1200$ bekommen. Aber erst nach den 15 Verkäufen. Da ich die ersten 3 Tage nur zugucken durfte, wie die anderen in diesen drei Tagen nicht einen Verkauf bekamen waren also nur noch 11 Tage übrig. 4 davon Wochenende. Also 7. Unmöglich zu schaffen sagt ihr? Nicht für einen Daffinger dachte ich mir. Ich lernte den "Vortrag", den wir dem Kunden halten mussten, lernte die "Objection Handlings", also den Umgang mit den verschiedenen ablehnenden Sätzen der potentiellen Kunden, und versuchte an so vielen Türen wie möglich zu klopfen. Ich ließ unfreundliche Abweisungen über mich ergehen und verschwendete Zeit damit im Büro zu hocken während Probleme mit den Firmenwagen oder sonstiges diskutiert wurde oder damit alten Damen zu zu hören, wenn sie mir ihre Lebensgeschichte erzählten. Ich kann einfach nicht unhöflich sein. Doch ihr solltet recht behalten. In den verbliebenen sieben Tagen hatte ich nur einen einzigen Verkauf. Aber ich arbeitete weiter, denn irgendwie nahmen die das wohl nicht so genau mit dem Ziel. Und das hatte vielleicht auch seinen Grund. Aber dazu später. In den nächsten Tagen kam ich aber immer mehr rein und wurde besser und besser. Ich hatte eine Menge Leute, die wollten, dass ich noch einmal zurück rufe, weil sie darüber nachdenken, oder Dinge prüfen wollten. Und in den letzten beiden Tagen bevor ich kündigte hatte ich jeden Tag einen Verkauf und 3 bis 5 Rückrufe. Moment hat gerade gesagt er hat gekündigt?! Ja tatsächlich. Denn ich hörte, dass niemand bis jetzt bezahlt wurde. Und einige arbeiteten dort schon seit mehreren Monaten. Ich weiß nicht genau, was da vor sich geht, denn die beiden, die mir davon erzählt haben machen jetzt ihre eigene Firma auf, die das gleiche Produkt für einen andere Werkstatt des gleichen Besitzers verkauft. Vielleicht wollten sie mich also auch nur abwerben. Aber mir war es die Zeit nicht wert das heraus zu finden. Zumal am darauf folgenden Tag ein wahrer Marathon an Schichten bei Rock 'n' Bowl losging. Ich hatte also fünf Tage lang keine Zeit mir darüber Gedanken zu machen. Am Montag entschied ich dann das Ganze einfach zu vergessen. Dann hab ich eben 4 Wochen mehr oder weniger verschwendet, aber egal B-) Aber was jetzt? Erstmal bei Gumtree reinschauen und nach Jobs suchen. Aber wo? In Sydney oder endlich mal was auf unserer Route Richtung Norden? Wir fanden einen Farmjob in Bundaberg. Okay wo liegt Bundaberg?! Den Namen kannten wir bisher nur im Zusammenhang mit Rum. Aber Google weiß ja bekanntlich alles. Auf die Karte geschaut. Oh ist ja garnicht so weit weg. Oder doch? Was auf der Karte noch nahe aussah entpuppte sich als eine Strecke von ca 1400 km. Hurraaaa :-D Aber egal man nimmt was man kriegen kann. Wir wurden angenommen, also bleibt nur noch das Problem mit dem Transport. Auto mieten? Wo soll man das denn in dem Kaff abgeben? Die nächste größere Stadt ist Brisbane und das ist 4,5 Stunden Autofahrt entfernt. Außerdem viel zu teuer. Bus und Bahn? Hahaha guter Witz. 24 Stunden Fahrt und sogar teurer. Fliegen? Möööp....

Also wieder zu Gumtree, diesmal nach Autos suchen. Vielleicht finden wir ja was Preiswertes im Rahmen unserer Möglichkeiten. Jein. Wir fanden ein Auto, dass ein nettes deutsches Paar ebi Gumtree anbot. Wir wussten, dass wir das Geld, dass sie dafür haben wollten nach einem weiteren Wochenende bei Rock 'n' Bowl zusammen hätten. Aber dann blieben auch nur noch 100$ übrig. Also mussten wir schummeln. Die beiden gingen sogar noch etwas vom Preis runter, der so schon gut war, aber dennoch bliebe nicht genug übrig, um im teuren Australien weiter zu kommen. Also taten wir das, was wir eigentlich nicht tun wollten. Wir baten unsere Eltern um Hilfe. An dieser Stelle: Danke, dass ihr immer für uns da seid, Schwiegerpapa in spe, Schwiegermama in spe, Mama und Papa. Und wenn ich schon dabei bin auch danke an alle anderen, die uns menatl oder materiell protegieren. Mit dem teils geschenkten und teils geliehenen Geld rechneten wir uns aus könnten wir locker durch kommen und hätten erstmal Luft. Unser Weihnachtsgeschenk dieses Jahr würde also ein Auto werden, denn wir werden das Auto am 25.12. übernehmen und das hier in Australien der Tag der Bescherung. Sylvester werden wir dann am Strand in Byron Bay verbringen, während der größte Teil von euch Lesern sich im kalten Deutschland die Finger beim Böllern abfrieren wird. An dieser Stelle an meine Familie: Das mit dem Finger abfrieren bitte nicht wörtlich nehmen. Ich kenne unser Familienglück. Sowas passiert wenn es passiert nur uns :-D

Damit bin ich auch schon ans Ende meines kleinen Berichts angelangt. Ich hoffe der nächste Bericht wird wieder weniger sachlich, dafür unterhaltsamer.

Bis dahin,

Cheers, mates

Euer Hendrik

 

 

 

 

 

 

Montag, 09.12.2013

Wir sagen Au revoir und Au Au...

 

 Ja ja, die Franzosen haben uns verlassen. Okay, genauer gesagt mussten sie uns verlassen! Denn auch unsere Vermieterin, Jenny hatte die Schnauze voll. Es ist nämlich nicht nur so, dass sie sich an unserem Salz bedient haben, sie haben auch Jenny vera****t. Sie hielten es wohl für ganz schlau, wenn einer von ihnen im Auto übernachtet, der andere aber in der Wohnung bleibt, dennoch trotzdem beide die Wohnung mitbenutzten. Ich mein ist doch auch viel günstiger $150 für einen zu bezahlen anstatt das doppelte ausgeben zu müssen. Aber andererseits ist es auch total dreist! Vor allem waren wir dann zu acht in der Wohnung, da nun das freie Bett schon weiter vermietet wurde. Jenny bekam das mit und beendete zum Glück endlich diese unmögliche Dreistigkeit. Alors, au revoir nos amis!..

Aua Aua! So hörte ich mich Freitagabend an, weil ich einfach K.O. war. Acht Stunden hatten wir an dem Tag gearbeitet! Voll gut, ich will auch nicht meckern! Im Gegenteil! Ich bin so froh, dass wir bei Rock'n'Bowl jetzt viel mehr Schichten bekommen. Ich bin es nicht die hier rumzickt, sondern meine Beine! Manch einer lacht wahrscheinlich über acht Stunden Arbeit, ich selber hab ja auch schon über elf Stunden am Stück gearbeitet. Aber bei Rock'n'Bowl ist das nicht ohne. Ich hatte wieder einmal zwei tolle Gruppen, die ich beim Bowlen begleiten durfte. Ich habe sogar $10 Trinkgeld bekommen! Es hat wirklich Spaß gemacht und ein bisschen brauner bin ich auch geworden.

Nach dem Feierabend war das ganze Personal zum Trinken in einer Bar in Manly eingeladen. Es war eine feuchtfröhliche Runde und irgendwie stärkt es auch noch einmal die Gruupe, weil man sich so mehr kennen lernt und auch wirklich Zeit hat sich in Ruhe zu unterhalten. Diese Woche habe ich glaube ich insgesamt acht Schichten, an einem Tag sogar eine Triple-Schicht. Unser Boss hat uns empfohlen, nach der Arbeit ins Meer zu gehen und ein bisschen im Wassee zu laufen. Das soll angeblich Wunder bewirken. Ich denke, diese Woche werden meine Beine ein Wunder brauchen!

Nun ist der zweite Advent vorbei und bei uns ist die Weihnachtsstimmung immer noch nicht eingetroffen. Gestern haben wir uns in Manly an den Strand gesetzt und den wunderschönen Sonnenuntergang genossen. In solchen Momenten wird mir wieder bewusst, was für ein Glück ich hab, mit Hendrik hier in Australien zu sein und die Zeit unseres Lebens erleben zu dürfen. Und ich freu mich umso mehr auf die nächsten Monate hier in Down Under!

Bevor ich hier zu sentimental werde, höre ich mal auf mit dem Schreiben ;).

Eure Coki

 

 

 

 

Mittwoch, 04.12.2013

Rache ist süß

Muahahahaha...! Wir können ja so böse sein, aber wir mussten einfach gegen diese Diebe vorgehen! Okay, ich fange mal lieber von vorne an...

In unserem kleinen Apartment ist viel los. Wir haben drei Zimmer und diese sind komplett besetzt, sogar die Couch im Wohnzimmer wird manchmal zum Schlafen benutzt, wenn kein Bett mehr frei ist. Wir sind zurzeit acht Leute hier, ein Mädchen und sieben Jungs. Ja, ich alleine unter SIEBEN Jungs! Ach, ich hab es so schwer... Wie wir, sind alle hier Backpacker. Vier Italiener, ein Argentinier und zwei Franzosen. Und ich muss schon sagen, dass alles sind Leute mit denen wir sonst nichts zu tun hätten. In anderen Worten, manche trinken und konsumieren verdammt viel Marihuana, sind fleißig genug um ein leckeres Menü zu kochen, aber zu faul um den Abwasch zu machen oder sie sind so dreist und nehmen einfach das, was ihnen nicht gehört.

Wie alles anfing...

Zunächst muss erwähnt werden, dass man in der Küche allgemein nichts liegen lassen kann, ohne dass es von jemandem unerlaubt genutzt oder sogar ganz verbraucht wird. Hendrik und ich waren am Anfang so freundlich und stellten ein paar Küchenrollen zur Verfügung. Doch die waren so schnell weg, dass wir so gut wie nichts davon abbekamen. Also Schluss mit Nettigkeit!

Dann eines Abends, als wir zurück aus Sydney kamen, hatte ich Lust auf ein leckeres Sandwich. Tja, leider wurde schon die Hälfte unseres Toastbrotes weggefuttert! Und das Beste war noch, dass uns freundlicherweise noch eine angeknabberte Toastscheibe hinterlassen wurde! Und das obwohl wir es in unserem Küchenschrank gelegt haben. Jeder hat hier seinen kleinen Küchenschrank, also sollte auch jeder wissen wo seine Lebensmittel sind. Nur die Franzosen haben davon anscheinend gar keine Ahnung. Hendrik sprach alle Mitbewohner darauf an und fragte wer unser Brot gegessen hat. Tja, und es war einer der Franzosen. Der sagte nur: Ach, das ist euer Brot? Ich dachte das wäre unser Toast. Sorry. Hendrik und ich schauten uns nur an und dachten: Okaaaaaaaay...??? Es wäre ja zumindest sehr nett gewesen, wenn er uns stattdessen sein Brot angeboten hätte, er hat schließlich nicht nur eine Scheibe gegessen, sondern das halbe Brot! Doch für ihn war es mit einem "Sorry, man" getan. Wir hofften einfach, dass es der letzte Vorfall sein würde.

Aber Pustekuchen! Als nächstes musste unser Salzstreuer darunter leiden. Erst war er ganz verschwunden und wir hatten keine Ahnung wohin. Er befand sich schließlich draußen auf dem Balkon, wo wir ihn nie benutzt hatten. Doch dabei blieb es nicht. Immer wieder fanden wir unser Salz auf der Arbeitsfläche, obwohl wir unsere Sachen immer in unseren Küchenschrank zurück legen. Zunächst beobachteten wir alle, die Italiener waren es nicht, sie hatten ihr eigenes Salz und der Argentinier ist mit einem der Italiener befreundet und somit teilen sie sich das Essen. Wer blieb also übrig? Die Franzosen! Wir hatten die Schnauze voll und ich überlegt mir eine süße Rache. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ich füllte Zucker in unseren Salzstreuer und das Salz kam in eine kleine Dose. Hendrik und ich waren so aufgeregt und hofften dabei zu sein, wenn sie unser "Salz" benutzten. Und tatsächlich sie sind so dreist, dass sie unsere Sachen ohne Erlaubnis benutzen, wenn wir in ihrerer Nähe sind. Natürlich war ihre Pasta dann ungenießbar und sie musste ihr Essen dann wegschmeißen.

Ich hoffe sie haben es jetzt mal verstanden. Es geht uns ja nichtmal um das Geld, sondern um das Verhalten. Ich weiß, einige von euch denken vielleicht "Oh, wie kindisch!", das mag ja auch irgendwie sein. Wir hätten sie auch darauf ansprechen können. Aber so macht es viel mehr Spaß! Und falls sie es immernoch nicht verstanden haben, werden wir mit ihnen reden.  We will see!

Mittwoch, 04.12.2013

Was ich Euch noch erzählen wollte...

Unser Uniform bei Rock'n'Bowl

Hendrik und ich arbeiten nun schon einige Wochen bei Rock'n'Bowl und endlich sind wir aufgestiegen! Wir sind nun keine Trainees mehr, sondern eigenständige Games Officer! "Wow, Respekt!", solltet ihr jetzt alle denken, denn das Arbeitsleben eines Games Officers ist kein Zuckerschlecken.

Seid letzter Woche haben betreuen wir nun unsere eigenen Gruppen. Das heißt, wir begrüßen unsere Gäste, erklären ihnen den Ablauf und die Regeln, zeigen ihnen wie man spielt und sind das ganze Spiel über für sie da. Und das alles natürlich auf Englisch!

Obwohl, so natürlich muss das gar nicht sein. Denn ich hatte das Vergnügen, dass meine erste Gruppe vom Österreichischen Konsulat kam. Welch ein Zufall! Und ich hatte mir auf dem Arbeitsweg fast in die Hosen gemacht, weil ich mich noch nicht ganz sicher fühlte um eine Einleitung auf Englisch zu halten. Pfff,der ganze Schiss umsonst! Entschuldigt bitte die Ausdrucksweise ;) Als die Gruppe eintraf hörte ich sie schon deutsch sprechen. Erleichterung! Daraufhin sprach ich sie auf deutsch an, worauf sie ebenfalls erleichtert reagierten. Es war wirklich eine nette Gruppe und es hat mir auch viel Spaß bereitet. Der Arbeitstag verging wie im Flug und ich war zufrieden mit mir. Denn ehrlich gesagt ist es gar nicht so einfach, wenn man eine Einleitung auf Englisch lernt und diese dann aber auf Deutsch wiedergeben soll. Wie gesagt, das Arbeitsleben eines Games Officers ist keine Zuckerschlecken.

Mittlerweile hatte ich auch schon meine erste englischsprachige Gruppe. Und das war überhaupt nicht schlimm. Alle haben mich verstanden, alle waren freundlich und hatten Spaß, also Aufgabe erfüllt. Am Freitag haben Hendrik und ich eine Doppelschicht, das heißt, dass wir ca sieben bis acht Stunden arbeiten werden. Leider blieb es auch diese Woche nur bei dieser einen Schicht. Aber ich habe schon fast $400 bei Rock'n'Bowl verdient. Ist doch gar nicht mal sooooo schlecht. Wäre natürlich cooler, wenn das mein Wochenlohn wäre. Ja ja ja, da braucht ihr gar nicht so staunen. Das ist ganz normal hier!

Nun gut meine Lieben, das war's wieder einmal. Ach übrigens, ich finde, dass ich nun wirklich viele Blogeinträge geschrieben hab. Wer möchte, dass unser lieber Herr Daffinger mal wieder ein paar Worte über unser Leben hier verliert, der schreibt doch gerne einen Kommentar :) Alle die das hier lesen sind sowieso dazu eingeladen, einen Kommentar zu schreiben..!

Cheers, Coki

Montag, 02.12.2013

Das kürzeste Vorstellungsgespräch meines Lebens...

 

Wie ihr wahrscheinlich alle schon gelesen habt, bekommen Hendrik und ich nicht ausreichend Schichten bei Rock'n'Bowl. Aus diesem Grund haben wir uns jeweils eine zweite Arbeitsstelle gesucht. Hendrik hat sogar schon eine gefunden. Er geht von Tür zu Tür und verkauft Carservices von Goodyear. Natürlich ist das gar nicht so einfach an fremden Türen zu klopfen und auf einer fremden Sprache, jemanden von seinem Angebot zu überzeugen. Aber Hendrik hat das ganz gut drauf, ich glaube er ist ein geborener Redner und  Verkäufer. Wenn er es bald schafft viel zu verkaufen, dann haben wir auch endlich eine gute Einnahmequelle, $500 gibt es als Basisgehalt pro Woche und für jedes verkaufte Produkt gibt es noch $50 dazu. Hört sich doch ganz gut an, oder? Dafür muss er aber erstmal 15 Produkte verkaufen, aber ich glaube an ihn!

Hendrik arbeitet nun von Montag bis Freitag, sechs Stunden die Woche und ich bleibe zu Hause, was fürchterlich langweilig ist. Ich will auch jeden Tag arbeiten, also habe ich auch nach einem zweiten Job gesucht. Ich habe mich als Küchenhilfe, Sales Assistant und was weiß ich noch für was, beworben. Und tatsächlich hat sich jemand gemeldet. Ich wurde zu einem Vorstellungsgespräch in den Golf Club in Manly eingeladen, dort hatte ich mich als Küchenhilfe beworben. Ich sollte am Donnerstag zwischen 10 und 14 Uhr mal vorbeischauen. Ich entschied mich für 12 Uhr, weil es ja schön in der Mitte liegt. Ich machte mir ein paar Gedanken, dachte mir sogar ein paar Fragen aus, überlegte mir was ich anziehen sollte, es sollte schick aussehen aber dennoch gemütlich, denn vielleicht sollte ich spontan mitarbeiten... Gedanken über Gedanken, die man sich halt vor einem Bewerbungsgespräch macht.

Schließlich war es so weit und ich war da, total aus der Puste und verschwitzt, weil ich ein ganzes Stück zu Fuß gehen musste, und das unter der prallen Sonne. Ich meldete mich an der Rezeption und wenig später kam der Jakob um die Ecke und begleitete mich in die Küche. Dort sah es sehr hektisch aus, überall beschäftigte Leute. Ob das wirklich das richtige für mich war? Während Jakob mir ein paar Fragen stellte, schrieb ich ihm auf einem Zettel meine Daten, wie Name und Telefonnumer, auf. Dann brachte er mich durch die Küche wieder nach draußen und verabschiedete sich. Ich war bestimmt nur zwei Minuten in der Küche. Als ich mich wieder draußen vor dem Golf Club fand, war ich überrascht und fragte mich: "Das war's jetzt?!" Ich war trotzdem zufrieden, denn alle waren sehr nett zu mir und ich hatte mit Jakob einen Termin für das Probearbeiten gemacht.

Dieses Probearbeiten hatte ich gestern und es lief ganz gut. Meine Aufgabe war es Zwiebeln zu schälen und das war es. Ich hatte das Vergnügen mit einer Profi-Küchenhife zu arbeiten, Adriana. Eine alte, grimmige Slowenin, die Angst hatte, ich würde ihren Jon wegnehmen. Ganz klar, sie sah nur eine Konkurrenz in mir und redete deshalb so gut wie kein Wort mit mir, aber mir macht das gar nichts aus und auch Jakob beruhigte mich. In der Küche herrschte ein sehr familiäres Verhältnis, alle lachten, außer natürlich Adriana, vielleicht weil Jakob sich meistens über sie lustig machte. Jedenfalls fühlte ich mich dort wohl, und ich hoffe, dass Jakob sich bald bei mir meldet.

So nun ist wieder Ende im Gelände. Ich hoffe ihr hattet alle einen schönen ersten Advent und habt bereits euer zweites Türchen im Adventskalender geöffnet. Bei uns kommt die Weihnachtsstimmung noch nicht wirklich rüber. Vielleicht wird das ja noch was :)

 

 

 

Sonntag, 24.11.2013

Die Sonne scheint!

Endlich hat es aufgehört zu regnen. Leider bekommen wir immer noch nicht genug Schichten im Bowling Club. Aber wir sehen auch darin etwas positives, denn ohne Schichten haben wir  genug Zeit Sydney weiter zu erkundigen.

Heute waren wir im Royal Botanic Garden. Der ist echt riesig, wir waren zwei Stunden in dem Garten unterwegs und haben noch längst nicht alles gesehen. Zum ersten Mal haben wir Sydney von seiner ruhigen Seite kennengelernt. Riesige grüne Rasenflächen, wirklich riiiiiiiesige Bäume mit riiiiiiiiesigen Wurzeln (s.Foto), hier und dort Palmen und exotische Vögel. Hendrik und ich konnten sogar zu einem Teil des Royal Botanic Garden werden: wir verewigten uns in einem Bambusstamm. Ihr fragt euch wahrscheinlich wozu. Na ja, weil es irgendwie alle machen. So viele Pärchen ritzten bisher Herzen und ihre Initialien in die Stämme rein und wir fanden die Idee schön und wollten einfach dazu gehören. Da wir nicht alles gesehen haben, werden wir dem Botanischen Garten glaube ich noch einmal einen Besuch erstatten.

Morgen haben wir beide ein Bewerbungsgespräch im Luna Park, ein Rummel in Sydney, der das ganze Jahr geöffnet hat. Wenn alles gut klappt verkaufen wir dort Zuckerwatte, lassen kleine Kinder Karussell fahren und dürfen sogar selber mit den Attraktionen fahren, umsonst! Und wenn es noch viel besser klappt, können wir dort jeden Tag arbeiten und endlich viel Geld zusammen schaufeln. Ich möchte nämlich endlich raus aus Sydney und etwas Neues sehen!

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 17.11.2013

Und es regnet immernoch

Das Wetter hat sich in den letzten Tagen leider nicht verbessert. Das ist auch der Grund, warum ich heute nicht arbeiten konnte. Bei solch einem Regen will ja keiner draußen Bowl spielen. Also wurde meine Schichte heute abgesagt.

Im Allgemeinen bekommen wir bei unserem Arbeitgeber nicht viele Stunden. Immer  wieder sagt man uns, dass es nächste Woche ganz bestimmt besser wird. Die Woche sei praktisch schon fast ausgebucht. Aber dann Pustekuchen. Leider reicht dieser Job weder für unseren Lebenunterhalt noch für Ersparnisse. Wir geben also im Moment mehr Geld aus, als dass wir welches verdienen.

Deswegen blieb uns nichts anderes übrig als und einen zweiten Job zu suchen. Also ging es am Freitag ab zur Member Lounge unserer Organisation, um dort online Jobangebote zu finden und sich zu bewerben. Wir haben viel rausgeschickt und diesmal schien es sich wenigstens etwas gelohnt zu haben. Hendrik wurde zu einem Interview eingeladen und es lief ganz gut.

Ich wurde am selben Abend noch angerufen und bekam einen Job für den nächsten Tag. Mein Arbeitsplatz für einen Tag war die Motorcycle Show in Sydney. Auf dieser Messe verkaufte ich ein Versiegelungswax für Leder. Alles was ich machen musste, war es zu lächeln, Kunden anzusprechen und an ihren Bikerboots das Produkt anzuwenden. Easy Work! Und das Beste war noch, dass Hendrik spontan mitarbeiten konnte. Am Ende des Tages kamen wir dann zusammen auf über $1200, 20% davon waren dann unser Gehalt. Innerhalb von acht Stunden haben wir leicht gutes Geld verdient.

Doch das war noch nicht alles! Am Abend waren alle Aussteller im Hard Rock Cafe eingeladen, so eine Art After-Work-Party. Das war echt cool und somit konnten wir unsere Mitarbeiter besser kennen lernen und mal unter richtige Australier kommen.

Hoffentlich melden sich noch mehr potentielle Arbeitgeber. Natürlich halten wir euch auf dem Laufenden! Eure Coki

 

 

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 12.11.2013

We are singin' in the rain...

Schon seit Samstagabend regnet es hier fast durchgängig. Es regnet und regnet und regnet... Das erinnert mich doch glatt an das schöne Hamburger Wetter. Seit Samstagabend haben wir auch nicht viel unternommen. Wir haben uns am Sonntag lediglich einen gemütlichen Tag zu Hause gemacht und auch Montag sah unsere Tagesplanung nicht anders aus. Doch irgendwann hielt auch ich es nicht mehr aus, den ganzen Tag irgendwelche Videos aus Youtube zu sehen und als eine Zeit lang aufhörte zu regnen, nutzen wir die Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang. Ca 20 Minuten von uns entfernt liegt ein kleiner Strand, sofern man das als Strand bezeichnen kann. An manchen Stellen ist er so klein, dass du dich nicht mal mit deinem Handtuch hinlegen kannst ohne gleich im Wasser zu liegen. Na ja, wir hatten ja bei diesem Regenwetter eh nicht vor unseren Abend mit Schwimmen und Bräunen zu verbringen. Also war die Enttäuschung nicht so groß.

Denn der abendliche Sparziergang hatte sich doch gelohnt. Auf unserem Weg entdeckten wir die luxuriösesten Villen mit den ausgefallensten Architekturen. Oft blieben wir einen Moment mit geöffneten Mündern vor einem Haus stehen und fingen zu träumen. So wie man das halt macht. Wir haben uns entschieden: So etwas wollen wir als Ferienhaus haben! Und warum nicht gleich in dieser Gegend? Hier ist es nämlich ganh hübsch. Direkt um die Ecke ist ein Yachthafen und da ist es doch klar, dass es hier nur so von Villen wimmelt. Außerdem hat man hier exotische Tiere als Nachbarn. Wenn wir Kakerlaken mal weglassen, dann durften wir schon die Bekannschaft mit einem Opossum und mit einem kleinen Papagei machen und sogar ein Kakadu fliegt hier seine Runden. Hier in Australien lebt man wirklich in einem kleinen Zoo.

Heute wollen wir mal was aus unserem Tag machen und nach einem neuen Handy für mich gucken. Ja, wer es noch nicht weiß: Es ist kaputt! Mal sehen was sich so finden lässt.

Bis dahin war's das estmal. Liebe Grüße aus dem verregneten Sydney, Eure Coki!

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